30 Jahre Biga: von niederländischer Produktion bis zum weltweiten Einsatz
09 October 2026
Vor dreißig Jahren wurde der erste Biga Futtermischwagen gebaut. Seitdem ist das Sortiment mit den Bedürfnissen der Tierhalter gewachsen, von kompakten Maschinen bis hin zu großen Ausführungen für Milchviehbetriebe weltweit. Die Basis ist all die Jahre dieselbe geblieben: Entwicklung und Produktion in den Niederlanden, in einem Familienunternehmen, in dem inzwischen drei Generationen aktiv sind.
Aus der Praxis entstanden
Dannie Peeters war viel unterwegs und regelmäßig bei Tierhaltern zu Gast. Er sah, wie sie arbeiteten, welche Herausforderungen die Fütterung mit sich brachte und wo Bedarf an einer passenden Maschine bestand. Aus diesen Erfahrungen entstand die Idee, selbst einen Futtermischwagen zu entwickeln.
Die ersten Bigas wurden ausgiebig bei Landwirten in der Umgebung getestet. Dort musste sich zeigen, wie sich die Maschinen beim täglichen Befüllen, Mischen und Austragen bewährten. Die Erfahrungen dieser Tierhalter halfen, die Konstruktion anzupassen und weiterzuentwickeln. Dieses Zusammenspiel zwischen Werkstatt und Hof legte den Grundstein für die Entwicklung von Biga.

Prototypen wurden auf Höfen in der Region getestet.
Mit der Tierhaltung gewachsen
Seit diesen ersten Maschinen wurde das Sortiment stetig erweitert. Tierhaltungsbetriebe unterscheiden sich in Größe, Stallaufteilung und Fütterungsweise. Das erfordert unterschiedliche Lösungen: von kompakten Futtermischwagen mit einer Schnecke bis hin zu großen Ausführungen mit mehreren Schnecken für Betriebe, die täglich große Futtermengen verarbeiten.
Der Kern der Maschine ist gleich geblieben. Vertikale Mischschnecken setzen die Futterkomponenten in Bewegung und mischen sie zu einer gleichmäßigen Ration. Rund um dieses Prinzip haben wir verschiedene Mischbehälter, Schnecken und Ausführungen entwickelt, abgestimmt auf unterschiedlichste Einsatzbereiche.
Auch Abmessungen und Ausstattung spielen eine wichtige Rolle. Eine Maschine muss durch das Stalltor passen, im Futtergang arbeiten können und das Futter an der richtigen Stelle austragen. Deshalb schauen wir über das Volumen des Mischbehälters hinaus. Bauhöhe, Breite, Austragssysteme und Bedienung bestimmen gemeinsam, wie gut der Biga zum Betrieb passt.
Drei Generationen hinter Biga
Die Geschichte unseres Familienunternehmens beginnt 1973, als Piet und Irene Peeters in Achtmaal den Traktorhandel De Bloken gründeten. Aus dem Handel und der Arbeit an Landmaschinen heraus entwickelte sich das Unternehmen zum Hersteller. Dannie und Monique bauten das Unternehmen anschließend weiter aus, mit Biga als wichtiger Produktlinie innerhalb der Marke Peecon.
Mit Daphne und Max ist inzwischen auch die dritte Generation dabei. Max konzentriert sich auf Technik und Produktion, Daphne auf Marketing und Finanzen. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden bauen wir auf dem Wissen und der Erfahrung auf, die in über fünfzig Jahren gewachsen sind.

Drei Generationen der Familie Peeters bei den Biga Futtermischwagen.
Entwickelt und produziert in den Niederlanden
Alle Biga Futtermischwagen werden vollständig in den Niederlanden entwickelt und produziert. Von den ersten Zeichnungen bis zum Bau der Maschine arbeiten unsere Mitarbeitenden an einer Ausführung, die zu den Wünschen des Anwenders passt.
Da Konstruktion und Produktion im eigenen Haus stattfinden, können Konstrukteure und Produktionsmitarbeitende sich direkt abstimmen. Das ist wertvoll für die Weiterentwicklung des Sortiments und für spezifische Kundenwünsche. Ein angepasstes Maß oder eine andere Position für eine Austragsöffnung lässt sich so mit den Menschen ausarbeiten, die die Maschine tatsächlich bauen.

Biga Futtermischwagen während der Produktion in den Niederlanden.
Ein weltweites Netzwerk mit lokalem Know-how
Von den Niederlanden aus gelangen die Biga Futtermischwagen über ein internationales Händler- und Servicenetz zu den Tierhaltern. Viele dieser Partnerschaften bestehen schon seit Jahren; einige Händler sind bereits seit der Anfangszeit dabei. Sie kennen die Betriebe und Arbeitsweisen in ihrer Region, von den Vereinigten Staaten bis Neuseeland. Dieses Wissen hilft bei der Wahl der passenden Maschine, aber auch bei der Betreuung danach. Denn die tägliche Fütterungsrunde geht weiter und erfordert erreichbaren Service und verfügbare Ersatzteile.
Das Netzwerk bringt zudem neue Erfahrungen zurück ins Werk. Anfragen aus verschiedenen Ländern zeigen, wie unterschiedlich die Bedingungen sein können. So bleibt der Kontakt zur Praxis, mit dem Biga einst begann, auch heute eine wichtige Quelle für die Weiterentwicklung.

Biga bei Marloo (Michigan, USA).